In-vitro-Maturation von Eizellen (IVM)

Nach jüngsten medizinischen Forschungen 15% der Paare, die im zegungsfähigen Alter sind, leiden unter Infertilitätsproblemen, die bei jedem Paar auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind. Heutzutage bieten die medizinischen und biologischen Fortschritte im Bereich der medizinisch unterstützten Fortpflanzung und die Anwendung von neuen IVF-Techniken erfolgreiche Lösungen zu vielen Infertilitätsproblemen unserer Zeit.

Die neue Technik In-vitro-Maturation von Eizellen (IVM) wird heute im Bereich der medizinisch unterstützten Fortpflanzung weithin angewendet. Die sich ständig erhöhenden Erfolgsraten dieser Methode machen sie zu einer Alternative für Frauen, die aus verschiedenen Gründen die klassische Stimulation der Eierstöcke mit Medikamenten nicht durchmachen können.

Was ist das?
Die In-vitro-Maturation von Eizellen (IVM) ist eine neue und wirksame Methode der medizinisch unterstützten Fortpflanzung, bei der die Frauen keine Hormonbehandlung durchmachen müssen, um viele reifen Eizellen zu produzieren. So werden keine Medikamente zur hormonellen Stimulation und keine Gonadotropine vor dem Tag der Eizellentnahme verabreicht, wie es bei jedem konventionellen IVF-Zyklus erfolgt. Auf diese Art und Weise bleiben auch die vielfältigen Nebenwirkungen der Medikamente aus (wie das Ovarielle Hyperstimulationssyndrom und seine eventuell schweren Komplikationen). Die unreifen Eizellen werden aus den Eierstöcken der Frau gesammelt und reifen im Labor heran.

Wann findet sie Anwendung?
Die In-vitro-Maturation von Eizellen ist in den folgenden Fällen geeignet:

  • Für junge Frauen (unter 40), die viele Follikel in ihren Eierstöcken haben.
  • Für Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom, die in der Vergangenheit an ovariellem Hyperstimulationssyndrom litten oder wahrscheinlich daran leiden werden.
  • Für Frauen, die wiederholt Embryonen von niedriger Qualität produziert haben oder ihre Reaktion auf die Hormonbehandlung nicht die erwartete war.
  • Für Frauen, die mit einem konventionellen IVF-Zyklus mit Hormonbehandlung begonnen haben, wenn Indizien für Ovarielles Hyperstimulationssyndrom auftreten und einen sehr hohen Östrogenspiegel im Blut haben. Die Veränderung der Behandlung während dem Zyklus ist unentbehrlich, um die IVF weitermachen zu können und um die Gesundheit der Patientin zu schützen.
  • Für Eizellenspenderinnen, um die Anzahl der Medikamente zu reduzieren, die sie einnehmen müssen und theoretisch auch zur Reduzierung der Gefahr, dass bei denen Eierstockkrebs auftritt.
  • Für Frauen, die eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie wegen neoplasmatischer Erkrankungen durchmachen oder durchmachen werden und die Verabreichung von Hormonpräparaten zur Auslösung des Follikelsprungs ist kontraindiziert, damit sie ihre Fruchtbarkeit ohne Hormonpräparaten erhalten können.


Kurze Beschreibung des Verfahrens
Die In-vitro-Maturation von Eizellen ist eine sehr einfache Behandlungsmethode und erfordert viel weniger Zeit als die konventionelle IVF. Das ganze Verfahren umfasst zwei oder drei Ultraschalluntersuchungen. Die erste wird am zweiten oder dritten Tag des Zyklus durchgeführt und die zweite zwischen dem 6. und 9. Tag, um den Zustand der Gebärmutterschleimhaut zu kontrollieren und um die Größe der sich entwickelnden Follikel zu messen und ihre Anzahl zu bestimmen.
Die Eizellentnahme erfolgt gewöhnlich zwischen dem 9. und 14. Tag des Zyklus. 36 Stunden vor der Eizellentnahme wird die Injektion Human Horionic Gonadotropin (hCG) (Pregnyl) verabreicht, um die Ovulation auszulösen und zur endgültigen Maturation der Eizellen. Die Eizellen werden unreif entnommen und nach ihrer Maturation im Labor für 24-48 Stunden werden sie dann befruchtet und anschließend werden die Embryonen in die Gebärmutter der Frau transferiert, genau so wie es auch bei einer konventionellen IVF der Fall ist.

Erfolgsraten
Der Erfolg dieser Methode liegt vor allem an der Anzahl der Follikel und der Anzahl und dem Zustand der Eizellen, die entnommen werden. Die Erfolgsraten dieses Verfahrens können sogar bei 35% liegen.

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