Eierstockstimulation

Eierstockstimulation - Ovulationsstimulation

Was ist das?

Bei Frauen, die keine regelmäßige Ovulation haben, oder bei denen, die zwar Ovulation haben, aber an ungeklärter Infertilität leiden, wird Follikelstimulation angewendet durch Verabreichung von pharmazeutischen Substanzen, die Gonadotropine  (Follikelstimulierendes Hormon – FSH,  Luteinisierendes Hormon – LH) heißen, um die Eierstöcke zu stimulieren und um viele reife Eizellen zu produzieren, die zur Befruchtung verfügbar sind. Somit erhöht man auch die Empfängnischancen pro Zyklus.


Kurze Beschreibung des Verfahrens

Es gibt dem Fall, dem Alter der Frau, der Reaktion ihres Organismus und der Eierstöcke und der Anzahl und dem Ablauf der vorherigen Versuche entsprechend zwei Protokolle.

1) Das lange Protokoll (ca. einen Monat).
2) Das ultrakurze Protokoll (insgesamt 10- 15 Tage).

Zur Stimulation mehrfacher Follikel werden Hormonpräparate verabreicht, die Medikation wird an die jeweilige Patientin individuell angepasst. Die Medikamente, die meistens verordnet werden, sind: Clomiphene Citrate, Gonadotropine (FSH und LH):Gonal-F, Puregon, Pregyl, in Form von subkutanen oder intramuskulären Injektionen.
Bei der Patientin werden Ultraschalluntersuchungen und die Bestimmung  von Östradiol durchgeführt, während der Ehemann gleichzeitig mit dem Beginn der Injektionen darüber informiert wird, wann er mit einer Antibiotikatherapie mit Vibramycin zur Vorbeugung von Infektionen anfangen soll.


Wenn man den Östradiolwert und das Bild der Eierstöcke beurteilt hat, wird die Patientin darüber informiert, wann sie ins Zentrum wiederkommen soll (meistens nach 2-3 Tagen).

Dieses Verfahren wiederholt man noch zwei- oder dreimal.
Während des Verfahrens entwickeln sich die Follikel mit einem festen Rhythmus, ihr Durchmesser erhöht sich progressiv und parallel dazu steigt auch der Wert des Östradiols.
Wenn man so beurteilt, dass die Follikel gewachsen sind, d.h. ein Durchmesser größer als 17mm haben und der gewünschte Östradiolspiegel der Anzahl der Follikel entsprechend vorliegt, (150-200 pg/ml pro Follikel), dann erfolgt der letzte Schritt der Hormonbehandlung zur Anreifung der Eizellen durch Verabreichung von einer intramuskulären Injektion.
Die Ovulation wird durch eine humane Choriongonadotropin (hCG)-Injektion ausgelöst, die die Erhöhung des Luteinisierenden Hormons (LH) vor der Ovulation nachahmt. Mit der Verabreichung der letzten Injektion um Mitternacht, wird die Einnahme aller anderen Medikamente (Analoga, Gonadotropine) abgebrochen, und am übernächsten Tag wird die Patientin auf die Eizellentnahme vorbereitet.


Die Eizellentnahme wird transvaginal (durch die Scheide), unter Ultraschallkontrolle durchgeführt und die Eizellen werden von dem Embryologen in ein Kultivierungsmedium übertragen. 

Am selben Tag mit der Eizellentnahme erfolgt auch die künstliche Befruchtung und die Anzahl der befruchteten Eizellen wird am nächsten Morgen mitgeteilt.


Eventuelle Nebenwirkungen

Beim ovariellen Hyperstimulationssyndrom ist die Reaktion der Eierstöcke auf die Behandlung viel intensiver als die erwartete. In den Eierstöcken entwickeln sich Zysten und im Bauchraum sammelt sich Flüssigkeit an, die großes Unwohlbefinden verursachen. Bei Notfällen sind die Eierstöcke geschwollen und die Patientin leidet an Übelkeit, Erbrechen, Bauch- und Magenschmerzen, Schwellung des Bauchs, Kurzatmigkeit, Zunahme des Körpergewichts, Oligurie, Unwohlbefinden, Schwächegefühl, Ohnmacht. Bei diesen Nebenwirkungen ist die schnellstmögliche Aufnahme in ein Krankenhaus nötig und der Versuch muss wahrscheinlich abgebrochen werden.

Die Hormone (Gonadotropine), die zur Eierstockstimulation verabreicht werden, werden seit mehr als 30Jahren verordnet und große epidemiologische Studien haben bestätigt, dass sie die Mutter und die Eizellen nicht gefährden.

Είσοδος Μελών



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