Leihmutterschaft

Leihmutterschaft („Leihen“ einer Gebärmutter)

Was ist das?
Es gibt ziemlich viele Paare, wo die Frau selber aus rein gesundheitlichen Gründen ein Kind nicht austragen darf. Für diese Paare gibt es die Möglichkeit des „Leihens“ der Gebärmutter einer dritten Frau (der Leihmutter oder „Tragemutter“), die ohne Bedingungen und weitere wirtschaftliche Vorteile übernimmt, die befruchtete Eizelle des Paares auszutragen und zu gebären.
Unter den wissenschaftlichen Begriffen „Leihmutterschaft“ oder „Leihen der Gebärmutter“ versteht man  den Transfer einer fremden befruchteten Eizelle zwecks Schwangerschaft in den Körper einer dritten Frau (der Leihmutter). Die befruchtete Eizelle kann aus

  • dem Erbgut des kinderlosen Paares, das sich ein Kind wünscht,
  • dem Sperma des Ehemanns oder Partners der Frau, die ein Kind bekommen möchte, und aus der Eizelle anderer Frau,
  • der Eizelle der Frau, die ein Kind bekommen möchte und aus dem Sperma eines dritten Spenders,
  • dem Erbgut dritter Personen, stammen.


In jedem Fall ist es also verboten, dass die Leihmutter ihre eigene befruchtete Eizelle austrägt. So gehört das Kind genetisch nicht der Leihmutter, d.h. der Frau, die es gebärt hat und hat mit ihren Genen nichts zu tun.
Die Leihmutterschaft beruht auf rein altruistischen und uneigennützigen Motivationen.

Wann kommt sie in Frage?
Die Leihmutterschaft kommt in Frage bei Paaren, die normale Eizellen und Spermatozoen haben, aber die Frau hat keine funktionsfähige Gebärmutter oder hat Gebärmutterfehlbildungen, die eine Schwangerschaft aus medizinischen Gründen verhindern. Aber auch in Fällen, wo die Frau an anderen Erkrankungen leidet, wie Nieren- und Herzkrankheit und Hormonstörungen oder unter ständiger Behandlung mit  starken Arzneimitteln steht. Und wo das Risiko einer Fehlgeburt wegen vorheriger erfolgloser Versuche höher ist.
Die werdende Leihmutter wird verschiedenen Untersuchungen unterzogen und auch einer gründlichen psychologischen Bewertung. Beziehungsweise wird auch die Gesundheit (psychische und körperliche) der Personen untersucht, die ein Kind bekommen wollen.
Die Eizelle der Frau, die sich ein Kind wünscht, wird mit dem Sperma ihres Partners im embryologischen Labor befruchtet und anschließend in die Gebärmutter der Leihmutter transferiert. So kann man sagen, dass wir eine „genetische Mutter“ haben, deren Eizelle mit dem Sperma ihres Ehemanns/Partners befruchtet wird, und eine „leibliche Mutter“, die den Embryo austrägt und das Kind der ersten Frau gebärt.
In den meisten Fällen ist die Leihmutter eine Verwandte oder Freundin des Paares. Die Vereinbarung über die Schwangerschaft erfolgt ohne jegliche Gegenleistung. Es gelten nicht als Gegenleistung: a) Kostenerstattung für das Zustandekommen der Schwangerschaft, die Austragung des Babys, die Geburt und fürs Wochenbett, b) jeder positive Schaden der Tragemutter wegen Abwesenheit von ihrer Arbeit, und die Löhne für nichtselbstständige Arbeit, die sie wegen Abwesenheit zwecks Zustandekommens einer Schwangerschaft, der Austragung, der Geburt und des Wochenbetts entbehren musste.

Erfolgsraten
Die Leihmutterschaft ist unter bestimmten Bedingungen erlaubt, die in den Artikeln 1458 des griechischen BGBs und im achten Artikel des Gesetzes Nr. 3089/2002 vorgesehen sind und die seit 2005 in Griechenland besteht, seither findet Anwendung auch die einschlägige Gesetzgebung des Gesundheitsministeriums Griechenlands. DAS GESETZ NR. 3305 (REGIERUNGSANZEIGER A 17 vom 27. 01. 2005), das die Anwendung der Medizinisch Unterstützten Fortpflanzung betrifft, sieht die Anwendungsweise dieser Methode, - was den Rahmen, in dem dieses Verfahren durchgeführt wird, betrifft - , die anzuwendenden Techniken und die Vorschriften für solche Kinderwunschzentren usw. vorher.
Die Leihmutterschaft ist nur mit gerichtlicher Verfügung erlaubt, die auf Antrag der Frau, die sich ein Kind wünscht, vor dem Transfer gewährt wird. Die Voraussetzungen zur Gewährung der Genehmigung sind zunächst die Unfähigkeit der Frau, die sich ein Kind wünscht, ein Baby auszutragen, muss aber im zeugungsfähigen Alter sein, während die Leihmutter, was ihre Gesundheit betrifft, geeignet für Schwangerschaft sein muss. Beim Gericht muss eine schriftliche Vereinbarung ohne Gegenleistung der Parteien vorgelegt werden, d.h. zwischen den Personen, die sich ein Kind wünschen, und der Tragemutter und ihrem Mann, falls sie verheiratet ist. In diesem Schriftstück, außer der Vereinbarung über die Leihmutterschaft, müssen sie auch erklären, dass die befruchteten Eizellen, die in die Gebärmutter der Tragemutter implantiert werden, nicht der Leihmutter gehören. Die Frau, die sich ein Kind wünscht (und den Antrag einreicht) und die Tragemutter müssen in Griechenland ansässig sein.
Die Leihmutterschaft ist eine Form von extrakorporaler Befruchtung mit Erfolgsraten, die bei 30, 60, 70% liegen, jeweils dem Problem und dem Fall entsprechend.

Είσοδος Μελών



ASK US ABOUT IVF

Ilias Gatos answers your questions on IVF.