Medikamente

Bei der In-vitro-Fertilisation versucht man den Eierstock dazu zu zwingen, mehr als einen Follikel zu produzieren, damit ausreichende Eizellen zur Verfügung stehen. Je mehr Embryonen in die Gebärmutterhöhle transferiert werden, desto höher ist die Schwangerschaftsrate. Zur Erreichung einer mehrfachen Follikelreifung muss die Dosierung von hypophysären Gonadotropinen (FSH – Follikelstimulierendem Hormon / LH - Luteinisierendem Hormon) sehr sorgfältig kontrolliert werden. Das erreicht man besser, wenn die Hypophyse selbst keine Hormone produziert (mithilfe der Wirkung des GnRH, das im Hypothalamus synthetisiert wird und in der Hypophyse wirkt), aber mithilfe der pharmazeutischen Analoga des GnRH-Hormons, die die Funktion der Hypophyse vorübergehend blockieren. In der ersten Phase der Behandlung werden GnRH-Analoga verabreicht (Downregulationsphase) und in der zweiten Phase werden Medikamente verabreicht, die dem Eierstock bei der Entwicklung mehrfacher Follikel helfen (Stimulationsphase).

Die Behandlungsprotokolle der In-vitro-Fertilisation werden je nach Besonderheiten des Zyklus jeder Frau, der Reaktion der Eierstöcke während vorherigen Versuchen usw. angewendet. 

GnRH-Analoga
Die Analoga tragen die Handelsnamen Suprefact, Daronda oder Arvekap und stehen entweder in Form von Nasenspray oder von subkutaner Injektion zur Verfügung.
Ihre Wirkstoffe sind ähnlich.
Die Behandlung kann Nasenverstopfung und Erregung verursachen. Diese Symptome sind vorübergehend und nach der Beendigung der Behandlung erlangt die Hypophyse ihre Funktion wieder.
Außerdem kann nach dem Ende des Zyklus ein weiterer atypischer Zyklus, wie erwartet, auftreten, aber man sollte sich deswegen keine Sorgen machen.
Die Verabreichung des Sprays oder der Injektionen Suprefact, Daronda oder Arvekap wird bis zum Zeitpunkt der Verabreichung der „Injektion nach Mitternacht“ (Pregnyl oder Profasi) nicht abgebrochen.
Bei etwa 20% der Frauen kann die Verabreichung der Analoga mehr als 2 Wochen dauern, damit unser Ziel, die Downregulation der Eierstöcke erreicht wird, was auf  die Entstehung funktioneller Eierstockzysten zurückzuführen ist, die Östrogene produzieren. Diese Zysten können sehr einfach durch transvaginale Ansaugung entfernt werden, bevor die Verabreichung der Injektionen Puregon, Gonal F, Metrodin oder Pergogreen beginnt.

Gonadotropine
Die zweite Phase der Behandlung umfasst die Stimulation der Eierstöcke zur Entwicklung und Anreifung mehrfacher Follikel. Zu diesem Zweck werden pharmazeutisch hergestellte hypophysäre Gonadotropine verabreicht. Die Medikamente heißen Metrodin (gereinigtes FSH) und Pergogreen und enthalten die Hormone FSH und LH in unterschiedlichen Proportionen. Außerdem gehören Puregon (rekombinantes FSH) und Gonal F (rekombinantes FSH) zu der neuen Medikamentengeneration, die gereinigte Gonadotropine enthalten. Diese Hormone sind Proteine und werden in Form von subkutaner oder intramuskulärer Injektion verabreicht. Die Dosierung ist nicht immer gleich, sondern wird jeweils dem Verlauf der Stimulation und dem Alter der Frau angepasst.

Andere Medikamente
Während der IVF-Behandlung können Ihnen eventuell auch zwei andere Medikamente verabreicht werden. Das eine ist Vibramycin, ein Antibiotikum, das dem Ehemann zur Vorbeugung verabreicht werden kann, wenn die Stimulation der Eierstöcke beginnt und der Ehefrau nach der Eizellentnahme, je nach Verordnung des Arztes.

Das zweite Medikament heißt Pregnyl oder Profasi und enthält das Humane Choriongonadotropin (hCG). Dieses Medikament wird der Ehefrau zu einem bestimmten Zeitpunkt in Form einer einmaligen intramuskulären Injektion von 10000 IU verabreicht, wenn die Reife der Follikel ausreichend zur Eizellentnahme ist. Dieses Medikament ruft eine Ovulation 32-36 Stunden nach Verabreichung hervor. Es wird immer auf spezifische Verordnung des Arztes verabreicht. Diese Medikamente werden entweder in Form von fertiger Injektionslösung oder in Form von Pulver und Lösungsmittel (Wasser) zur Herstellung einer Injektionslösung vertrieben.
Es wird der Ehefrau ca. 36 Stunden vor der Eizellentnahme durch eine intramuskuläre Injektion verabreicht.

Zum Schluss, nach dem Embryotransfer muss die Ehefrau ein Medikament einnehmen, das Utrogestan heißt und wird in Form von Tabletten verabreicht. Es enthält das Hormon Progesteron, das alternativ auch intravaginal in Form von einer Creme, Crinone 8% verabreicht werden kann.

Wahrscheinliche Nebenwirkungen
Erregung, Kopfschmerzen, Schwitzen, Nasenverstopfung sind milde Nebenwirkungen/Reaktionen, die eventuell beobachtet werden können, aber die sind unbedeutend und leicht zu bekämpfen.
Diese Medikamente wurden bereits Tausenden von Frauen verabreicht in einem Zeitraum von mehr als 15 Jahren, und keine karzinogene oder andere schwere Nebenwirkungen bemerkt wurden.

Είσοδος Μελών



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